Intermezzo

Veröffentlicht 25. Januar 2013 von karimausi

Ich muss mal kurz die „Zwischen den Jahre Reihe“ unterbrechen – ja, ich sitze noch dran, einzig die Zeit fehlt mir etwas. Meine Herrin meinte ich sollte kurz von meinen gestrigen Tag berichten, da zumindest einer meiner g+ Freunde den Anfang mitbekommen hat, aber es gemein wäre, ihm den Rest zu unterschlagen.
Wie hingegen einige mitbekommen haben, hatte ich gestern zwei aufeinanderfolgende längere Meetings in Frankfurt. Seit ich den KG tagsüber ohne Unterbrechung tragen muss, sind diese „Ausflüge“ für mich zu sehr spannenden Stunden geworden. Einkaufen gehen mit dem Stahl im Schritt ist mehr schon normal, da läuft man auch nur, sitzt nirgends und außerdem ist das spätestens nach drei Stunden vorbei, aber lange Meetings mit Leuten, die man garantiert noch öfters sehen wird, sind da irgendwie ein anderes Kaliber.
Um halb zwölf sollte es mit dem ersten Meeting bei einem Architekten losgehen. Morgens saß ich noch, wie zu hause üblich, quasi nackt am Rechner und beantwortete schnell noch ein paar Kommentare, als Lady Mellanie mir meine Kleidung für den Tag auf den Schreibtisch stapelte – ein Kostüm bestehend aus Blazer, ein Shirt für darunter und knielangem Rock, halterlose Strümpfe so wie hochhackigen Stiefeln. Alles in schwarz.

Rund eine halbe Stunde später, eigentlich noch eine gute Stunde zu früh, gab mir meine Herrin die Anweisung mich fertig zu machen. OK, musst du nicht verstehen, dachte ich bei mir. Mit zwei Schritten war ich bei ihr und ließ mir brav die Manschetten von Händen und Füßen entfernen, den Halsreif und die Oberschenkelfesseln abnehmen. Nach dem ich mich unter den Blicken Lady Mellanies in Schale geworfen hatte, gingen wir nach unten. Mein Augenmerk fiel sofort auf den mittelgroßen Plug und das Gleitmittel, dass auf dem Esstisch stand. War ja klar, irgendwie hatte ich sowas tief in meinem Inneren erwartet. Ich durfte mich also schnell noch mal vorn über gebeugt auf den Esstisch legen, bekam kurz den KG geöffnet, etwas schmieriges tropfte zwischen meine Pobacken die ich mit meinen Händen auseinander ziehen musste und in einem Zug drückte sie mir den Stöpsel in das dafür vorgesehene Loch. Ich bis die Zähne aufeinander und stöhnte leise auf, als ich die Luft aus meinen Lungen presste. Warum nur immer ohne vorzudehnen? Ich liebe es!

Der KG wurde wieder geschlossen, Mantel übergeworfen und Lady Mellanie meinte, wir hätten ja jetzt noch ne Stunde mehr Zeit und sie hätte eine Überraschung für mich. Wir stiegen ins Auto und ich musste auf dem Beifahrersitz platz nehmen (ich hasse das). Außerdem verging ich innerlich vor Spannung. Was sie wohl vor hatte? Wir fuhren ein kurzes Stück über die Autobahn und dann nach Frankfurt-Höchst rein. Was zur Hölle wollte sie hier? Das Brunch im Lindner ist toll, aber es war weder Sonntag hätten wir genug Zeit gehabt das zu genießen. Ne Runde am Main spazieren gehen? Da windet es bestimmt voll – viel zu kalt! Ich zermarterte mir noch immer das Gehirn als sie stehen blieb. Ich stellt von grübeln auf visuelle Verarbeitung um und… wir standen am hinteren Zugang zum Bahnhof. Was…..??? „Tasche her“ fauchte es vom Fahrersitz. Fragend schaute ich meine Herrin an, gab ihr aber widerwortslos meine Handtasche. Sie suchte kurz darinnen herum und fischte meinen Geldbeutel heraus. Sie öffnete ihn, zog alle meine Bankkarten heraus, schüttete das wenige Kleingeld erst in ihre Hand, dann in ihre Jackentasche, entnahm alle Scheine, steckte zwanzig Euro zurück, schloss den Geldbeutel wieder, verstaute ihn in meiner Tasche und gab sie mir zurück. „Tageskarte kostet 6 nochwas, der Rest ist für ein kleines Mittagessen. Brauchste nicht drüber nachdenken, für ein Taxi reicht das nicht. Ruf mich an, wenn ich dich wieder abholen soll. Aber wehe ich muss hier auf dich warten. Und jetzt raus!“ Ich wollte ansetzen etwas in meinem Entsetzen zu sagen… Ich? Öffentlicher Nahverkehr (seit Jahren schon nicht mehr)? Im Gedränge der S2? Mit nem KG unterm Rock? Ich malte mir schon aus wie ich da dicht gedrängt in der S-Bahn stehe, irgendwelche anderen Fahrgäste immer wieder gegen mich stoßen und dabei zufällig das harte Stahl unter dem dünnen Stoff spüren… Oh nein! Nicht mit mir! Mein Auto! Mein warmes bequemes Auto! Das tausche ich nie im Leben gegen eine vollgestopfte S-Bahn!!! Aber ich schaute nur in die bestimmenden Augen meiner Herrin, die keine Widerworte dulden würden, und schluckte. Lady Mellanie packte meinen Kopf, gab mir einen langen Kuss, lächelte mich an und flüsterte mir ein „Ich liebe dich meine Kleine“ entgegen um im nächsten Moment erneut mit harter Stimme und eisernem Blick ein „Raus jetzt!“ zu kommandieren. Ich schloss die Augen, atmete tief aus – „Ja Herrin, danke Herrin, ich liebe euch auch.“ – öffnete die Tür und stieg aus.

Knapp sieben Stunden später schloss ich die Tür wieder von innen. Die Zugfahrt war weniger schlimm als ich gedacht hatte, obwohl es schon ziemlich voll war – vermutlich auch wegen des schlechten Wetters. Sowohl auf dem Hinweg wie auf dem Rückweg und auf dem kurzen Stück vom ersten zum zweiten Meeting und zurück, konnte ich immer einen Sitzplatz ergattern oder bekam einen angeboten. Ich achtete aber sehr penibel auf den Sitz meines Rockes und hatte die Beine immer schön artig direkt nebeneinander stehen, damit auch ja nichts hochrutscht und den Blick auf blankes Metall freigeben könnte. Allerdings fühlte es sich an, als ob der Plug bei dem Gerüttel der Züge einen Freudentanz in meinem Hintern veranstaltete. Ich war sowas von rattig!
Die Meetings hingegen gingen völlig Problemlos, nur meine Konzentration litt durch das Vorher und das Jetzt ein ganz klein wenig. Ich habe es auch zu wenig Schlaf geschoben und mich einige Male für mein Nachfragen entschuldigt.
Und zum Glück musste meine Herrin beim Abholen auch nicht auf mich warten – ich habe sicherheitshalber erst angerufen als ich zurück am Höchster Bahnhof war. Musste zwar dann noch mal eine Ecke warten bis sie angefahren kam, aber lieber warten als Hiebe.

Ein Kommentar zu “Intermezzo

  • Coe Devoteux
    Freitag, 25 Januar, 2013

    Hui!
    Wie aufregend muss das gewesen sein.
    Und wie wurdest Du denn dann belohnt?
    —————————-
    Kari S
    Freitag, 25 Januar, 2013

    Ja, das Zugfahren war schon so ein bisschen Nervenkitzel muss ich gestehen – obwohl es ja nicht das erste mal ist, dass mich mit dem KG draußen unterwegs bin, aber noch nie in solchen Menschenansammlungen auf engem Raum.
    Die Belohnung war ein wundervolles Abendessen (chinesisch – ich liebe chinesisch), was Melli mir gekocht hat (und danach noch ein bisschen mehr auf dem Sofa, aber das war versaut und versautes erzähle ich doch nicht *lach*)!

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