Abendessen mal wieder anders – Teil 10 – Der Rest vom Schützenfest

Veröffentlicht 30. Januar 2014 von karimausi

Ich kann zwar nur für mich sprechen, aber ich glaube auch Anna war froh, das „Schlimmste“ wohl erst mal überstanden zu haben. Mein Allerwertester schmerzte, dem Rohrstock sei dank, bei jedem kleinen Schritt und ich fühlte mich heute ein bisschen unsicherer auf den Ballett-Boots als sonst – die vergangenen Minuten hatten doch schon ihre Spuren hinterlassen. Ich fragte mich, was sich Rene und Melli wohl so bei unserem Anblick dachten. Ob es sie anmachte? Klar würde es das, was für eine Frage.

Ich ertappte mich mal wieder dabei – das wurde ja schon fast zur Gewohnheit – wie ich an Stelle meine Konzentration auf meine Herrin zu lenken, Anna an starrte. Genauer ihren Hintern, wie er sich vor mir bewegte, als wir die Stufen zum Wohnzimmer hinauf stiegen. Straff, knackig… noch knackiger durch das schwarze Latex, dass ihn wie eine zweite Haut glänzend bedeckte. Sehr gut konnte ich die eine der beiden nicht elastischen Flächen ausmachen, auf deren entgegengesetzter Seite sich der eine Plug des Höschens in Anna  hinein bohrte. Die Vorstellung an sich ließ mich den Stöpsel in meinem Hintern bei jeder Stufe, die ich vorsichtig auf meinen Zehenspitzen balancierend hinter mich brachte, doppelt und dreifach spüren. Der gerade zurückliegende Orgasmus kam mir erneut in den Sinn, wohlige Wärme erfasste jeden Winkel meines hochgradig erregten Körpers. Vor meinem inneren Auge entstand eine Fantasie. Anna in unserem Keller stehend, mit den Händen an der Decke aufgehängt und einem Spreader zwischen den Beinen, mir den Rücken zugewandt. Meine in langen Latexhandschuhen steckenden Hände wandern über ihre Haut, eine Spur von Gänsehaut hinter sich her ziehend, streicheln ihren Hals, umfassen sie von Hinten und liebkosen ihre Brüste. Lady Mellanie gibt einen Befehl. Ich greife ihr zwischen die Beine, drücke an den Plugs die in ihr stecken. Anna stöhnt in ihren Knebel während ich spüre, wie sich die Schwänze durch mein tun in ihr bewegen. Meine Herrin reicht mir einen Strap-On. Ich stelle mich vor Anna und lasse sie zusehen, wie ich ihn mir langsam Umschnalle. Ihre Augen werden groß als sie das riesige Ding sieht. Sie windet sich in ihren Fesseln. Genüsslich verteile ich mit einer Hand Gleitgel auf den Kunstschwanz und ziehe ihr langsam den Latexslip herunter….
Ich wischte meinen Tagtraum energisch bei Seite, hatte sofort ein schlechtes Gewissen meiner Herrin gegenüber, obwohl mir völlig klar war, dass sie wusste was in meinem Kopf vor geht und es vielleicht sogar beabsichtigte (war auch so wie ich später erfahren habe). Es führte auf alle Fälle dazu, dass ich bewusst meinen Blick von Anna weg nahm und versuchte, sie auf dem Weg in die Küche nicht mehr anzuschauen – jedenfalls nicht mit erotischen Hintergedanken, was mir echt schwer fiel.

In der Küche angekommen, wurde mein linker Fuß mit einer Kette, die an einer Öse in der Wand (Geschirrhandtuchhalter für aller Besucher) befestigt war, versehen, so dass mein Bewegungsradius auf selbige und den davor liegenden Essplatz beschränkt wurde. Anna bekam die gleiche Einschränkung, allerdings wurde ihr Knöchel mit einer ungefähr ein Meter langen Kette mit meinem verbunden. Eiskalter Schauer der Erregung wanderte über meinen Rücken und meine Arme. Aber er dauerte nur kurz, dann wurde mir bewusst, dass neben dem geilen Gefühl des angekettet Seins dann doch auch noch ein – im wahrsten Sinne des Worte – Fallstrick damit verbunden war. Wir würden uns auch bei schon kleineren Bewegungen absprechen müssen, damit die Eine nicht die Andere von den Beinen holt. Ganz klasse. Herzlichen Dank.
Lady Mellanie und Rene verließen unseren Arbeitsbereich und verdünnisierten sich gemütlich auf das Sofa, nicht ohne uns beiden im gehen noch mal ein Grinsen zu schenken. Wir blieben zurück, die Küchensklavinnen in ihrem kleinen Reich. Aber was sollten wir dagegen tun? Nichts. Also fingen wir resigniert mit der Tätigkeit an, die uns zugedacht war.

Eine gefühlte Ewigkeit und dutzende an Stolperern (es ist gar nicht so einfach sich zu Bewegen, wenn man an eine andere Person gekettet ist) später und zum Glück ohne Unfälle war es geschafft. Der Tisch war gedeckt, das Essen fertig, so dass begonnen werden konnte. Und es war natürlich klar wie Kloßbrühe, dass meine Frage nach dem am Tisch essen nicht ausreichend genau gestellt war. Anna und ich saßen nämlich nicht mit am Tisch aber knieten diesmal auch nicht daneben. Nein, wir durften uns mit zwei Schritt Abstand daneben stellen, mussten den Blick geradeaus richten und… still stehen. Damit aber nicht genug. Meine Herrin zog an der Kette hinter meinem Rücken, an der meine Handfesseln befestigt waren und zwang meine Handgelenke so an mein Hüfte. Ein Schloss klickte und ich konnte meine Hände nicht mehr vom Bauchgurt entfernen. Bei Anna wurde dies jedoch nicht gemacht. Ab und an, wenn meiner Herrin oder Annas Herr nachgeschenkt oder noch eine Portion Essen bekommen wollten, bekam sie einen kurzen Wink und musste Antreten und ihren Wünschen nachkommen.
Ich kochte innerlich. Mein Magen knurrte und der leckere Duft des bestimmt auch leckeren Essens (Abschmecken hatten wir ja durch die Maulkörbe nicht können, aber ich war mir sicher, dass es passte) führte nicht dazu, dass er sich beruhigen wollte. Melli, Melli, Melli…. du kleine hinterf…. Schl… Wie gemein ist das denn? Ich hätte ihr am liebsten den Wein über den Kopf gegossen, ihr die gleich kommende Forelle rechts und links um die Ohren gehauen. Ein schöner Gedanke und ich stellte mir in allen Einzelheiten vor, wie es sein würde. Tat gut, auch wenn ich wusste, dass es nur ein Traum bleiben würde, denn falls ich das tatsächlich machen würde… gar nicht drüber nachdenken. Die Strafe würde bitter werden.
Nach dem Lady Mellanie und Herr Rene die Vorspeise inhaliert hatten, wurde gewechselt. Meine Hände wurden wieder etwas befreit und Annas hingegen der Bewegungsunfähigkeit hingegeben. Ab nun hatte ich zu dienen. Meine Chance auf ein bisschen Rache.  Aber der Wein ergoss sich nur in meiner Herrin Glas und der Fisch landete sanft und leise mit samt garniertem Teller vor ihr auf dem Tisch. Fantasie bleibt eben meist Fantasie und nichts wird eben so heiss gegessen wie es gekocht wird.

Eine gute Stunde brauchten sich die Beiden, um unser liebevoll zubereitetes Dinner zu verschlingen. Immerhin verspeisten sie nicht alles sondern ließen jeder von uns eine ordentliche Portion, bzw. die uns zugedachte Forelle übrig. Nachdem sie also geendet hatten, durften wir zuerst noch den Tisch abräumen und mit unseren noch unbenutzten Teller, am kleinen Küchentisch platz nehmen. Die Maulkörbe wurden uns entfernt und wir bekamen endlich den Slip der jeweilig anderen Sub aus dem Mund genommen. Das erste was ich tat, nach dem uns die Hände befreit wurden, war einen großen Schluck Wasser zu mir zu nehmen, ich fühlte mich völlig ausgetrocknet. Rene und Melli wünschten uns einen guten Appetit und wir sollten uns melden, wenn wir sowohl mit Essen wie auch Ordnung in der Küche machen fertig waren. Meine Verlobte traf kurz mein eisiger Blick. Soso, aufräumen würde also auch an uns hängen bleiben. Aber zu aller erst, und das überlagerte alle anderen Gedanken, gab es Essen. Lecker! Zwar nur warmgehalten, aber egal. Wir schaufelten die Speisen in uns hinein als gäbe es kein Morgen. Melli hatte Wort gehalten: wir außen am Tisch.

Der Abwasch war auch schnell gemacht – alles rein in die Spülmaschine und einmal die Arbeitsplatten abgewischt, fertig. Gesättigt hatten sich mittlerweile auch meine fiesen Rachegelüste gelegt. Nach erledigter Hausarbeit wurden wir von unseren Ketten befreit und bekamen unser Schuhwerk ausgezogen. Das Halskorsett verschwand ebenfalls, genau so wie der Bauchgurt. Wir wurden aufs Sofa geschickt und zwei Minuten später gesellten sich unsere Liebsten dazu. Vier große Gläser Aperol-Spritz auf einem Tablett begleitet von vier großen Schälchen voll weißer Mousse. Melli lobte mich, ich hätte das alles gut gemacht und sie wäre stolz auf mich. Als sich unsere Lippen langsam aufeinander zubewegten, sah ich aus den Augenwinklen, dass es auf der anderen Seite vom Sofa nicht anders zu ging. Ich schloss meine Augen und meine Haut kribbelte am ganzen Körper als ich meine Herrin liebevoll und innig küsste – Melli, ich liebe dich. Ich kuschelte mich an meine Frau, legte meinen Kopf auf ihren Schoß und konnte kaum ein Schnurren unterdrücken, als sie ihre Finger in meine Haare grub. Wir sahen alle zusammen noch einen Film und quatschten ein wenig über das Erlebte – nicht so intensiv wie ich es in den folgenden Tage noch mit Melli tat, aber immerhin so weit, dass wir alle wussten, dass Subs und Dom/mes noch lange und mit positiven Gedanken an diesen Abend zurückdenken würden.

8 Kommentare zu “Abendessen mal wieder anders – Teil 10 – Der Rest vom Schützenfest

    • Es ist an sich ja nichts mehr so spannendes passiert. Von daher habe ich es schon ein bisschen straffer geschrieben. Da ich ja noch in zukünftigen Artikeln auf das hier geschehene etwas eingehen möchte, habe ich mich dazu entschlossen das eben nicht gerade jetzt hier innerhalb des Beitrages schon anzufangen.

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  • Was lange währt wird endlich gut!

    Schmunzeln musste ich beim „Vorspeise inhaliert hatten“… 🙂

    Gut geschrieben, aber wie schon erwähnt wirkt das Ende etwas abgehackt. Ich verstehe zwar die Beweggründe, aber ab der Stelle wo ihr endlich essen könnt scheint es als wäre dir die Zeit zum Schreiben wieder davon gelaufen. Schade, tut dem Werk aber keinen Abbruch!

    Ich für meinen Teil bin gespannt, was du als nächstes zu erzählen weißt!

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    • Das haben sie auch wirklich. Einmal Augenblinzeln und weg war sie, die Vorspeise! 😉

      Also die Zeit ist mir in dem Fall wirklich nicht davon gelaufen Herr Mustermann – aber es stimmt, es liest sich so ein bissen. Werde versuchen das beim nächsten Mal zu vermeiden!

      Was als nächstes kommt, weiß ich noch nicht. Es gibt zwei Erlebnissen von denen ich noch berichten möchte so wie die Analyse dessen was an diesem Abend hier in mir passiert ist. Und ich hätte noch ein anderes, allgemeines Thema über das ich etwas schreiben möchte. Mal sehen…. 🙂

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  • OK eine saugeile Story ging nett zu Ende .
    Aber es war gut ge- und beschrieben Sub .
    Ja Kari ich denke du hast einen neuen Leser
    gefunden und wenn mein Sub`s lieb sind
    dürfen sie mal mitlesen .

    Gruss aus dem Norden
    zwischen den Meeren
    an deine gütigte Herrin
    und dich Sub
    HHH

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    • Lieben Dank Master HHH,
      ich müsste nur wieder mehr zum schreiben kommen. Na ja, ein halber Artikel ist fertig und ich hoffe, dass ich ihn die Woche zu Ende geschrieben bekomme. Wird echt langsam mal wieder Zeit für was neues auf meinem Blog…. 😦
      LG
      Kari

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