Dienen? Neue Ansichten einer Sklavin.

Veröffentlicht 17. Mai 2013 von karimausi

Ich hab nun einige Wochen nichts geschrieben, was einfach daran lag, dass es nicht so viel zu Berichten gab, da wir in der letzten Zeit nicht wirklich dazu gekommen sind Sessions abzuhalten, über die es sich zu berichten lohnt. Allerdings habe ich, als ich mit einem guten Freund korrespondiert habe, festgestellt, dass sich eine Ansicht bei mir angefangen hat zu ändern.

Wir Ihr ja alle wisst (wenn Ihr meine Tagebucheinträge mitverfolgt habt), bin ich eigentlich für Gleichberechtigung in Beziehungen was die täglich zu erledigenden Aufgaben der Gemeinschaft an geht. Klar, wenn Eine mehr im Job zu tun hat, dann übernimmt die Andere selbstverständlich auch mehr Aufgaben im Haushalt oder unterstützt die Partnerin durch kleine Aufmerksamkeiten wie Kaffee bringen oder mal die Verspannungen aus den Schultern massieren. Anderes Verhalten oder dem widersprechende Befehle empfand ich noch vor nicht all zu langer Zeit als „Ungerecht“.

Nun ist mir beim über Schreiben mit meinem guten Freund aufgefallen, dass sich dieses Gefühl, über das ich letztens noch hier geschrieben hatte nach dem Lady Mellanie mich ein paar Tage hat richtig Dienen lassen, abgeschwächt hat. Warum? Wie ist das so still und heimlich passiert? Widerspricht es doch eigentlich völlig meiner Grundeinstellung. Fragen, über die ich natürlich sofort nachdenken musste.
Als Erstes sei gesagt, dass ich im Moment wieder mal irrsinnig viel im Job zu tun habe – und das Wetter setzt mir zu. Ich bin seit Wochen oft müde (Krankheit ist ausgeschlossen, ich war deswegen schon beim Arzt und der meinte, das ginge vielen so und läge wohl an dem ständigen auf und ab vor unserer Haustür, das würde bei einigen einfach auf den Kreislauf gehen) und würde am liebsten nur auf dem Sofa rum lungern. Aus dem Grund läuft auch wegen Zeitmangels nicht so viel mit bahnbrechenden neuen Erlebnissen in unserem Keller.
Lady Mellanie hingegen hat eigentlich gerade nicht ganz so viel zu tun und schiebt ehr ne ruhige Kugel.

Was hat sich aber in den letzten Wochen geändert? Vielleicht werdet Ihr mich nun auslachen weil es doch irgendwie nur Kleinigkeiten sind, aber ich finde es beim darüber Nachdenken schon irgendwie als Indikatoren eines kleinen Sinneswandels, gerade vor dem Hintergrund, dass meine Herrin im Moment eigentlich viel weniger zu tun hat als ich und dadurch die Verteilung anders sein müsste als sie es ist.
Um ein paar dieser Kleinigkeiten mal aufzuzählen:

  • Wenn wir zusammen im Arbeitszimmer sitzen, bin ich die, die für mich und sie die Getränke holt. Wenn sie einen Kaffee oder einen Tee möchte, dann schickt sich mich in die Küche ihr einen zu holen.
  • Ich bereite immer unser kleines Mittagessen (ein paar Brote) zu und serviere es (und räume auch wieder alles ab).
  • Sie schickt mich oft ihr Dinge zu bringen – hol mir meine Schuhe; bring mir mal das Telefon; etc.
  • Oder Dinge zu erledigen – räum mal das Wohnzimmer auf da siehts ja aus wie Sau; ich brauch morgen diese Hose und die ist dreckig, kümmere dich darum; etc.

An sich nichts Großes und außerdem auch zumindest was das Erledigen von Dingen angeht nicht ständig, aber doch ganz eindeutig ein Verschub in die Richtung, dass ich mehr im Haushalt mache als sie und sie vor allem mehr bediene. Klar bringt sie mir auch einen Tee mit, wenn sie von unten ins Arbeitszimmer hoch kommt, aber das ist vielleicht ein von zehn Mal bei denen sie mich schickt.
Und was soll ich sagen. Mir ist das bis jetzt gar nicht so bewusst aufgefallen. Jedenfalls nicht in der Hinsicht, dass ich mich „Ungerecht“ behandelt gefühlt hätte, oder mein „Gerechtigkeitssinn“ angesprochen hätte.
Ich hab das Gefühl Lady Mellanie etwas gutes zu tun und ihr Arbeit ab zu nehmen. Ich zeige ihr damit, wie sehr ich sie liebe – Taten sind eben doch mehr als Worte. Auf der anderen Seite macht es mich natürlich auch unterschwellig schon an – sie befiehlt, ich gehorche. So gehört es sich ja auch in unserem erotischen Spiel. Das hat es aber allerdings beim „Dienen“ auch schon vorher getan, nur dass eben irgendwann mein Gerechtigkeitssinn mit ins Spiel kam und angefangen hat die Erotik zu kippen.
Der bleibt aber im Moment aus. Vielleicht weil das alles ganz langsam und nach und nach passiert ist. Erst kam noch ab und zu ein „Bitte bringst du mir einen Tee“ jetzt ist es immer ein „Kari, hol mir einen Tee“. Vielleicht auch weil ich einmal das Extrem kennengelernt habe und das dagegen wirklich nicht so viel ist was ich im Moment mehr tue als sie (dafür allerdings schon über längere Zeit). Vielleicht ist auch die ständig noch steigende Liebe zueinander der Grund, oder das eigene Aufgehen in der Beziehung an sich. Vielleicht ist es auch einfach nur das vor Liebe und Zuneigung strotzende Lächen meiner Herrin, wenn ich ihr die Tasse auf den Tisch stelle, ihr die Schuhe hole und anziehe, oder ich ihr stolz bereichte, dass das Chaos im Wohnzimmer beseitigt ist. Vermutlich ist es eine Mischung von allem.
Bleibt ab zu warten wie sich das alles in Zukunft entwickelt. Wird ein weiteres „Niemals“ der Sklavin Kari fallen? Fällte es schon? Und wenn ja wie weit wird es fallen, bzw. wie weit beabsichtigt Lady Mellanie es fallen zu lassen?
Wir werden es über Kurz oder Lang sehen.

Ein Kommentar zu “Dienen? Neue Ansichten einer Sklavin.

  • Alex D
    Freitag, 17 Mai, 2013

    Liebe Kari,

    ich will nicht behaupten, daß ich Hellseher bin, aber eine Entwicklung in diese Richtung habe ich kommen sehen. 🙂

    All zu viel kann man gar nicht mehr dazu schreiben, denn Du hast ja schon eine perfekte Selbstanalyse hingelegt.

    Laß es mich mal so darstellen:
    In der Vergangenheit hast Du zwischen Freundin und Herrin, sowie zwischen Alltag und erotischen Spiel getrennt und dies (für Dich) unterschiedlich bewertet.
    Mir scheint, daß mit dem stetigen Wachsen Eurer Liebe, die Trennung zwische Herrin und Freundin immer mehr verschwindet und zu einem Ganzen zusammenwächst, genaus so, wie auch Alltag und Spiel.

    Und so sollte es auch sein.

    Sicherlich werden Momente des „Aufstöhnens“ kommen. Das ist nur natürlich. Für diese Phasen wünsche ich Dir jedoch die Kraft, die Rebellin in Dir im Zaum zu halten.

    Hm … ich glaube, wir hatten uns mal vor einiger Zeit über die Bedeutung des Begriffes „Sklave/in“ unterhalten, wobei wir feststellen konnten, daß wir dies doch (sicherlich situationsbezogen) unterschiedlich bewerteten. Meine Ansicht war Dir damals etwas zu extrem, weil gewissermaßen absolut.
    Ich wage mal zu behaupten, Deine Entwicklung, geht (sehr) langsam, aber dennoch unaufhaltbar in diese Richtung. 🙂

    LG

    Alex
    ——————————
    Kari S
    Montag, 20 Mai, 2013

    Lieber Alex,

    jaja… du hast ja recht. Aber ich konnte es mir gar nicht so vorstellen. Hinterher ist man ja immer schlauer. Ich weiß allerdings nicht ob ich zwischen Freundin und Herrin so dermaßen unterschieden habe und das erotische Spiel haben wir ja in den Alltag gezogen um diesen auch mit aufzupeppen… ok, vielleicht hast du sogar recht, dass ich da unterbewusst trotzdem immer einen dicken fetten Trennstrich dazwischen hatte.
    Aber was ich nicht in Zaum halten werde ist die kleine Rebellin in mir! Die habe ich viel zu gerne als dass ich sie unter gehen lassen würde – und ich glaube das ist auch nicht im Sinne meiner Herrin, die hat sie auch viel zu lieb. *grins*
    Ich glaube nicht, dass ich jemals so weit in Richtung absolut gehe. Das ginge mir doch etwas zu weit, auch wenn sich kleine Anwandlungen zeigen. Ich kann mich ein bisschen biegen, aber nicht um 180 Grad. Aber mal schauen, wie gesagt, ich glaube nicht. Ausschließen möchte ich es aber auch nicht hundertprozentig, denn es hat sich ja schon ein paar mal gezeigt, dass ich mit meiner Selbsteinschätzung doch falsch gelegen habe. Aber in dem Fall halte ich es für sehr sehr unwahrscheinlich.

    LG
    Kari

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